Kompetenzen

KUNSTSTOFFTECHNIK

HERAUSNEHMBARE KIEFERORTHOPÄDISCHE APPARATUREN


Die Indikation für herausnehmbare Einzelkiefergeräte (Dehnplatten) und bimaxilläre Apparaturen (Aktivatoren und deren Modifikationen) ist auch nach Einführung der festsitzenden Behandlungsmethoden unverändert.

Diese Geräte sind besonders für die kieferorthopädische Frühbehandlung geeignet und für Therapiemaßnahmen, bei denen überwiegend kippende Zahnbewegungen durchgeführt werden können:

  • Transversale Zahnbogenerweiterungen
  • Retrudieren oder Protrudieren von Frontzähnen
  • Verlängerung oder Verkürzung von Zähnen auf indirektem Wege
  • Aufrichtung von aufgewanderten Seitenzähnen nach distal
  • Einordnung palatinal oder bukkal stehender Einzelzähne
  • Drehung von oberen Schneidezähnen
  • Einstellung in den Neutralbiss bei Distalbisslage durch Wachstumsstimulation
  • Behebung von Dysfunktionen und Dyskinesien
  • Stabilisierung des Behandlungsergebnisses durch herausnehmbare Retainer.

Da die Zähne sich zeitlebens bewegen lassen, ist die Anwendung herausnehmbarer Behandlungsapparaturen altersunabhängig. Eine Einschränkung besteht nur bei notwendigen Bisslageveränderungen. Herausnehmbare Geräte haben u. a. wirtschaftliche Vorteile, sind besonders bei gering gradigen Zahnfehlstellungen einsetzbar und schränken die Mundhygiene nicht ein.

Darüber hinaus sind die Geräte im weitesten Sinne „unsichtbar“: Sie werden überwiegend nur nachts und stundenweise tagsüber im häuslichen Bereich getragen.


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WEITERE PRODUKTE


  • Aktive Platten
  • Einzelplatten mit Hilfselementen
  • Lückenhalter und Immediatprothesen
  • Vorschubdoppelplatten
  • Aktivatoren
  • Bionatoren
  • Funktionsregler
Aktive Platten

Oberkieferplatte mit lateralen Aufbissen

  • Aktive Platte für den Oberkiefer
  • Oberkieferplatte mit lateralen Aufbissen
  • Oberkieferplatte mit Zungengitter

Abnehmbare Einzelplatten, Einzelplatten mit Druck- oder Zugschrauben, Protrusionsfedern, Mesial- oder Distalfedern, seitliche oder frontale Aufbisse, Vor- oder Rückbissebenen, Labialbögen und Gegenkieferbögen sowie diverse Halteelemente.

Einzelplatte im Milchgebiss mit Druckschraube und asymmetrischen Sägeschnitt bei Kreuzbiss ohne Mittellinienverschiebung und asymmetrischer Kieferkompression.

Einzelplatte im Milchgebiss mit Zungengitter zur Behebung von frontal offenen Bissen mit Einlagerung der Zunge.

…je nach den Bedürfnissen des Einzelfalles beraten wir Sie gerne.

Einzelplatten mit Hilfselementen

Die sogenannten Dehnplatten bestehen aus einer klammerfixierten Basisplatte mit aktiven Elementen wie Druck- oder Zugschrauben, mit allen Arten von Federn und unterschiedlichen Labialbögen.

Sie können mit Vor- oder Rückbissebenen, seitlichen Aufbissen, Zungengitter oder Gegenkieferbügel – je nach den therapeutischen Aufgaben – ausgestattet werden.

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Lückenhalter und Immediatprothesen

Die laminierte Tiefziehtechnik wird in der Zahnheilkunde für die Anfertigung graziler Werkstücke angewendet.

Das gilt insbesondere für zeitlich begrenzten Zahnersatz, Lückenhalter und für Retentionsschienen oder -platten nach kieferorthopädischer Behandlung.

Die dünnen, laminierten und bruchsicheren Geräte haben durch ihre grazile Gestaltung einen hohen Tragekomfort für die Patienten.

Halteelemente für Lückenhalter und kurzzeitig zu tragender Zahnersatz können wahlweise aus Draht oder unsichtbarem LAMItec ® -Material n.HINZ hergestellt werden.

Vorschubdoppelplatten

Die Vorschubdoppelplatten bestehen aus zwei Einzelplatten mit den typischen Halteelementen, Federn und Schrauben.

Vorteile:

Der Oberkiefer kann separat erweitert werden
Sagittale Bewegungen der Sechsjahr-Molaren sind durch Distalschrauben möglich.

Vorschubdoppelplatten:

  • nach Hinz
  • nach Sander
  • nach Müller

Bitte beachten Sie, dass bei Auftragserteilung ein Konstruktionsbiss notwendig ist! Im Gegensatz zur Aktivator-Herstellung erfolgt die Bissnahme für Doppelvorschubplatten ohne Bisssperrung. Der Unterkiefervorschub sollte auch nicht überkorrigiert, sondern nur bis zur Neutralrelation der Eckzahnstellung vorgenommen werden.

Aktivatoren

Funktionstherapeutische Geräte (FKO)

In den dreißiger Jahren wurde der „Aktivator“ entwickelt. Die seitdem erfolgten Modifikationen – hauptsächlich durch mehr Drahtteile – dienten vor allem einer grazilen Basis.

Modifizierte Aktivatoren

  • nach KLAMMT
  • nach STOCKFISCH
  • nach BIMLER
  • nach KARWETZKY
  • nach BALTERS
  • nach METZELDER

Andere FKO-Geräte haben die gleiche Indikation und Zielsetzung wie der „Aktivator“. Sie werden allerdings tagsüber länger getragen, so dass sich der Behandlungserfolg schneller einstellt.

Funktionskieferorthopädische Geräte beeinflussen die Weichteile und die Zungenfunktion. Palatinalbögen und Coffin-Federn führen zu einer regelrechten Zungenlage und fördern die normale Entwicklung der Kiefer.

Wachstum erforderlich

Eine dauerhafte Vorverlagerung des Unterkiefers ist nur während des Wachstums möglich. Einzelzahnbewegungen oder Bisshebungen lassen sich zeitlebens durchführen. Im Zweifelsfall gibt eine Röntgenaufnahme der Hand Auskunft über das skelettale Alter.

Indikation der FKO-Geräte

  • Einstellung in die Neutralbisslage, besonders bei KL. II- Fällen
  • Besonders zur Frühbehandlung geeignet
  • Umstellung von der Mund- zur Nasenatmung
  • Behandlung von Dysfunktionen der orofacialen Muskulatur.
Bionatoren

Der Bionator besitzt nur einen Labialbogen. Er zeichnet sich durch eine breit ausladende “Buccinator-Schlaufe” aus. Sie hält die seitliche Wangenmuskulatur von den Zähnen ab, um deren transversale Nachentwicklung durch die Zungenfunktion zu unterstützen. Die palatinal liegende Schlaufe ist zur Stimulation der Zunge angebracht, um sie in die physiologisch richtige Lage zu führen.

Bionatoren nach BALTERS:

  • Grundgerät (z.B. zur Neutralbisseinstellung)
  • Abschirmgerät (bei frontal offenen Bissen)
  • Umkehrgerät (bei umgekehrten Überbissen)
Funktionsregler

Funktionsregler nach Fränkel

Die apparative Basis der Funktionsregler liegt im Vestibulum. Die durch Draht verbundenen skelettierten Kunststoffschilder und Pelotten halten die Lippen-und Wangenmuskulatur von den Zähnen ab, so dass sich die Zunge frei bewegen kann.

Das sprechen wird praktisch nicht behindert und durch die Skelettierung ein Höchstmaß an Compliance erzielt: Kinder tragen den Funktionsregler sogar in der Schule.

Es gibt drei Gerätetypen:

  • FR I: bei Angle Klassen II/1 ohne Tiefbiss
  • FR II: bei Angle Klasse I mit Retrusion der oberen Schneidezähhne
  • FR III:bei Angle Klasse III mit Entwicklungshemmung des Mittelgesichtes

Dr. Hinz KFO-Labor | 2017 | Alle Rechte vorbehalten.